Das Cushing-Syndrom (Hyperadrenokortizismus) ist eine hormonelle Erkrankung, die vor allem bei Seniorenhunden ab 7 Jahren auftritt. Sie entsteht durch eine Überproduktion des Hormons Cortisol, meist ausgelöst durch Tumore in der Hirnanhangsdrüse oder den Nebennieren. Typische Anzeichen sind vermehrter Durst, Heißhunger, ein aufgeblähter Bauch und Fellveränderungen. Die Diagnose erfolgt durch Blut- und Urintests sowie bildgebende Verfahren. Während es keine Heilung gibt, lässt sich die Krankheit mit Medikamenten, angepasster Ernährung und engmaschiger tierärztlicher Betreuung gut managen. Früh erkannt, können betroffene Hunde noch Jahre mit guter Lebensqualität verbringen.
Was ist das Cushing-Syndrom bei Seniorenhunden?
Das Cushing-Syndrom – medizinisch als Hyperadrenokortizismus bezeichnet – ist eine der häufigsten hormonellen Erkrankungen bei älteren Hunden. Es entsteht, wenn der Körper dauerhaft zu viel des Stresshormons Cortisol produziert. Cortisol ist eigentlich lebenswichtig: Es hilft dem Körper, mit Stress umzugehen, reguliert den Stoffwechsel und unterstützt das Immunsystem. Doch bei einem Zuviel über längere Zeit schadet es mehr, als es nützt.
Ursachen: Warum erkranken Seniorenhunde?
In über 80 % der Fälle liegt die Ursache in einem gutartigen Tumor der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse). Dieser Tumor produziert unkontrolliert das Hormon ACTH, das die Nebennieren zur Cortisol-Ausschüttung anregt. Seltener (etwa 15–20 % der Fälle) ist ein Tumor der Nebennierenrinde selbst der Auslöser. Beide Formen führen zum gleichen Ergebnis: einem chronischen Cortisol-Überschuss.
Bestimmte Rassen sind besonders anfällig, darunter:
- Pudel (alle Größen)
- Dackel
- Boxer
- Beagle
- Terrier (z. B. Yorkshire Terrier, Jack Russell Terrier)
- Labrador Retriever
Auch Hunde mit Diabetes mellitus oder Schilddrüsenunterfunktion haben ein erhöhtes Risiko, da diese Erkrankungen den Hormonhaushalt zusätzlich belasten.
Hypophysär vs. adrenal: Zwei Formen im Vergleich
| Merkmal | Hypophysäres Cushing-Syndrom | Adrenales Cushing-Syndrom |
|---|---|---|
| Häufigkeit | ~85 % der Fälle | ~15 % der Fälle |
| Ursache | Gutartiger Tumor der Hirnanhangsdrüse | Tumor der Nebennierenrinde (gut- oder bösartig) |
| Betroffene Hunde | Meist kleine bis mittelgroße Rassen | Häufiger bei großen Rassen |
| Behandlung | Medikamente (z. B. Trilostan), Strahlentherapie | Chirurgische Entfernung der betroffenen Nebenniere |
| Prognose | Gut mit medikamentöser Einstellung | Abhängig von Tumorart (bösartig: schlechter) |
Typische Symptome: So erkennen Sie Cushing bei Ihrem Seniorenhund
Die Anzeichen entwickeln sich schleichend und werden oft als "normale Alterserscheinungen" abgetan. Doch hinter scheinbar harmlosen Veränderungen wie vermehrtem Trinken oder Müdigkeit kann sich ein Cushing-Syndrom verbergen. Achten Sie besonders auf diese 10 Warnsignale:
1. Vermehrter Durst und häufiges Wasserlassen
Ihr Hund trinkt plötzlich doppelt so viel wie früher? Ein gesunder Hund nimmt etwa 50–70 ml Wasser pro kg Körpergewicht täglich zu sich. Bei Cushing kann dieser Wert auf 100–200 ml/kg ansteigen. Die 10-jährige Mops-Dame Bella aus unserem Praxisbeispiel leerte ihren Napf früher einmal täglich – jetzt muss er dreimal nachgefüllt werden. Parallel dazu steigt die Häufigkeit des Urinierens, manchmal kommt es sogar zu "Unfällen" in der Wohnung.
2. Heißhunger und Gewichtszunahme
Cortisol regt den Appetit an. Betroffene Hunde betteln plötzlich ständig nach Futter, stehlen Essen vom Tisch oder durchwühlen den Müll. Gleichzeitig lagert der Körper Fett ein – besonders auffällig am Bauch ("Stammfettsucht"). Der 12-jährige Golden Retriever Max wog früher 32 kg, jetzt sind es 38 kg – obwohl er nicht mehr frisst als früher.
3. Muskelschwund und "Hängebauch"
Trotz Gewichtszunahme verlieren Hunde mit Cushing an Muskelmasse. Die Hinterbeine wirken dünner, der Bauch hängt schlaff nach unten. Das liegt daran, dass Cortisol Muskelprotein abbaut, um daraus Zucker für den Körper zu gewinnen. Die 9-jährige Schäferhündin Luna kann plötzlich nicht mehr aufs Sofa springen – ihre Besitzer dachten zunächst an Arthrose.
4. Fellveränderungen und Hautprobleme
Ein klassisches Cushing-Symptom ist symmetrischer Haarausfall an Rumpf, Schwanz und Hinterbeinen. Die Haut wird dünn, blass und neigt zu Blutergüssen. Manche Hunde entwickeln dunkle Pigmentflecken oder wiederkehrende Hautinfektionen. Der 11-jährige Dackelrüde Oskar kratzt sich ständig – seine Besitzer vermuteten Flöhe, doch die Haut ist trocken und schuppig.
5. Müdigkeit und Bewegungsunlust
Hunde mit Cushing wirken antriebslos, schlafen mehr und zeigen weniger Interesse an Spaziergängen oder Spiel. Das liegt zum einen am erhöhten Cortisolspiegel, der den Schlaf-Wach-Rhythmus stört, zum anderen an der allgemeinen Schwäche durch den Muskelabbau. Die 13-jährige Labrador-Hündin Lotte braucht jetzt 20 Minuten für eine Runde um den Block – früher war sie eine Stunde unterwegs.
Weitere mögliche Symptome
- Atemnot: Durch Fetteinlagerungen im Brustkorb oder eine vergrößerte Leber.
- Häufige Infektionen: Cortisol schwächt das Immunsystem (z. B. Blasenentzündungen, Hautpilz).
- Verhaltensänderungen: Unruhe, Angst oder Aggression durch hormonelle Dysbalance.
- Kahle Stellen am Schwanz ("Rattenschwanz"): Typisch für langhaarige Rassen.
- Hohes Cholesterin: Cortisol fördert die Fettproduktion in der Leber.
Diagnose: Wie wird Cushing beim Hund festgestellt?
Die Diagnose ist komplex, da viele Symptome auch bei anderen Alterserkrankungen auftreten. Ihr Tierarzt wird schrittweise vorgehen:
1. Anamnese und körperliche Untersuchung
Zunächst wird Ihr Tierarzt nach den beobachteten Symptomen fragen und Ihren Hund gründlich untersuchen. Besonders wichtig sind:
- Messung des Bauchumfangs (aufgeblähter Bauch?)
- Beurteilung von Haut und Fell (Haarausfall? Pigmentflecken?)
- Tastuntersuchung der Leber (oft vergrößert bei Cushing)
- Blutdruckmessung (häufig erhöht)
2. Blut- und Urintests: Die ersten Hinweise
Folgende Laborwerte sind typisch für Cushing – allerdings nicht beweisend:
- Erhöhte Leberenzyme (ALP, ALT): Bei über 90 % der Cushing-Hunde.
- Erhöhtes Cholesterin: Durch den gesteigerten Fettstoffwechsel.
- Verdünnter Urin (niedriges spezifisches Gewicht): Wegen des vermehrten Trinkens.
- Erhöhte weiße Blutkörperchen: Cortisol unterdrückt Entzündungen, daher fehlt die typische "Linksverschiebung" bei Infektionen.
3. Spezifische Hormontests
Um die Diagnose zu sichern, sind folgende Tests nötig:
| Test | Durchführung | Bewertung |
|---|---|---|
| ACTH-Stimulationstest | Blutentnahme vor und 1 Stunde nach Gabe von synthetischem ACTH. | Bei Cushing steigt der Cortisolspiegel übermäßig an (normal: < 550 nmol/l). |
| Niedrig-Dosis-Dexamethason-Suppressionstest (LDDST) | Blutentnahme vor und 4 bzw. 8 Stunden nach Gabe von Dexamethason. | Bei gesunden Hunden sinkt der Cortisolspiegel nach 8 Stunden unter 40 nmol/l. Bei Cushing bleibt er erhöht. |
| Urin-Cortisol-Kreatinin-Verhältnis | Morgenurin wird auf Cortisol und Kreatinin untersucht. | Ein erhöhter Wert deutet auf Cushing hin, ist aber nicht beweisend (auch Stress kann den Wert erhöhen). |
4. Bildgebende Verfahren: Tumore lokalisieren
Um zwischen hypophysärem und adrenalem Cushing zu unterscheiden, sind folgende Untersuchungen sinnvoll:
- Ultraschall der Nebennieren: Bei adrenalem Cushing ist eine Nebenniere vergrößert, die andere atrophiert.
- CT oder MRT des Kopfes: Zur Darstellung eines Hypophysentumors (ab 3–4 mm Größe nachweisbar).
- Röntgen des Brustkorbs: Zum Ausschluss von Metastasen bei bösartigen Nebennierentumoren.
Differenzialdiagnosen: Was kann noch dahinterstecken?
Nicht jedes Symptom ist auf Cushing zurückzuführen. Ähnliche Anzeichen zeigen:
- Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose): Führt ebenfalls zu Fellveränderungen und Gewichtszunahme.
- Diabetes mellitus: Vermehrter Durst und Heißhunger sind typisch.
- Niereninsuffizienz: Erhöhte Trinkmenge und Urinproduktion.
- Lebererkrankungen: Können ebenfalls zu erhöhten Leberwerten führen.
- Altersbedingte Arthrose: Bewegungsunlust und Muskelabbau.
Behandlungsmöglichkeiten: So wird Cushing beim Hund therapiert
Eine Heilung ist nur in seltenen Fällen möglich (z. B. bei operabler Nebennierengeschwulst). In den meisten Fällen geht es darum, die Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu erhalten. Die Therapie richtet sich nach der Ursache:
1. Medikamentöse Behandlung: Trilostan als Standard
Das Mittel der Wahl ist Trilostan (Handelsname Vetoryl®), das die Cortisol-Produktion in den Nebennieren hemmt. Die Dosierung erfolgt individuell und wird regelmäßig angepasst:
- Anfangsdosis: 2–5 mg pro kg Körpergewicht, einmal täglich.
- Erhaltungsdosis: Meist 1–3 mg/kg, oft auf zwei Gaben täglich verteilt.
- Kontrollen: Nach 10–14 Tagen erfolgt ein ACTH-Stimulationstest, um die Dosis anzupassen.
Mögliche Nebenwirkungen von Trilostan:
- Appetitlosigkeit, Erbrechen, Durchfall
- Lethargie oder Unruhe
- In seltenen Fällen: Nebenniereninsuffizienz (zu niedriger Cortisolspiegel)
Alternativ kommt Mitotan (Lysodren®) zum Einsatz, das die Nebennierenrinde zerstört. Es wird seltener verwendet, da es stärker wirksam ist und das Risiko einer Nebenniereninsuffizienz höher ist.
2. Chirurgische Therapie: Bei Nebennierentumoren
Ist ein Tumor der Nebenniere die Ursache, kann eine operative Entfernung sinnvoll sein. Allerdings birgt die OP Risiken:
- Hohe Komplikationsrate (Blutungen, Thrombosen)
- Nur möglich, wenn der Tumor gutartig und nicht zu groß ist
- Nach der OP muss der Hund oft lebenslang mit Cortison substituiert werden
Bei Hypophysentumoren ist eine OP nur in spezialisierten Zentren möglich und wird selten durchgeführt.
3. Strahlentherapie: Bei Hypophysentumoren
Wenn der Tumor in der Hirnanhangsdrüse zu groß für eine OP ist, kann eine Bestrahlung das Tumorwachstum verlangsamen. Die Behandlung erfolgt in mehreren Sitzungen und ist teuer (Kosten: 3.000–5.000 €). Sie kann die Symptome für 1–3 Jahre lindern.
4. Ernährung: Futter für Cushing-Hunde
Eine angepasste Ernährung unterstützt die Therapie und lindert Symptome:
- Kalorienreduktion: Übergewicht belastet Leber und Gelenke. Füttern Sie 20–30 % weniger Kalorien als üblich, aber achten Sie auf hochwertige Proteine (z. B. mageres Hühnchen, Fisch).
- Komplexe Kohlenhydrate: Vollkornreis, Süßkartoffeln oder Haferflocken halten den Blutzucker stabil.
- Omega-3-Fettsäuren: 20–30 mg EPA/DHA pro kg Körpergewicht täglich (z. B. durch Lachsöl) reduzieren Entzündungen und unterstützen die Hautgesundheit.
- Vitamin C und E: Antioxidantien schützen die Leber. Dosierung: 10–20 mg Vitamin E pro kg und 5–10 mg Vitamin C pro kg täglich.
- Wasser: Stellen Sie mehrere Trinkstellen bereit und ermutigen Sie Ihren Hund zum Trinken (z. B. mit einem Trinkbrunnen).
Vermeiden Sie:
- Futter mit hohem Phosphatgehalt (belastet die Nieren)
- Leckerlis mit Zucker oder Getreide
- Rohes Fleisch (erhöhtes Infektionsrisiko durch geschwächtes Immunsystem)
5. Natürliche Unterstützung: Was kann zusätzlich helfen?
Einige pflanzliche Mittel und Nahrungsergänzungen können die Schulmedizin unterstützen – allerdings nie ohne Rücksprache mit dem Tierarzt:
- Mariendistel: Schützt die Leber. Dosierung: 5–10 mg Silymarin pro kg Körpergewicht täglich.
- B-Vitamine: Unterstützen den Stoffwechsel. Besonders wichtig: Vitamin B12 (bei Leberbelastung oft erniedrigt).
- Probiotika: Stärken die Darmflora, die bei Cushing-Hunden oft gestört ist.
- Ashwagandha: Adaptogen, das den Cortisolspiegel natürlich senken kann. Dosierung: 1–2 mg pro kg täglich.
Lebensqualität verbessern: Praktische Tipps für den Alltag
Ein Hund mit Cushing braucht besondere Aufmerksamkeit. Mit diesen Maßnahmen können Sie seinen Alltag erleichtern:
1. Anpassungen im Haushalt
- Rampen und Treppenstufen: Helfen Ihrem Hund, aufs Sofa oder ins Auto zu kommen, ohne zu springen.
- Orthopädisches Hundebett: Entlastet Gelenke und Muskeln.
- Rutschfeste Böden: Verhindern Stürze, besonders bei glatten Fliesen.
- Erhöhte Futter- und Wassernäpfe: Schonen den Nacken und die Wirbelsäule.
2. Bewegung und Aktivität
- Kurze, häufige Spaziergänge: Lieber dreimal täglich 15 Minuten als einmal eine Stunde.
- Schwimmen: Ideal bei Gelenkproblemen, da gelenkschonend.
- Gehirntraining: Suchspiele oder Clicker-Training halten den Geist fit.
- Vermeiden Sie Überanstrengung: Hitze und lange Wanderungen sind tabu.
3. Haut- und Fellpflege
- Regelmäßiges Bürsten: Fördert die Durchblutung und entfernt lose Haare.
- Hypoallergene Shampoos: Bei trockener, juckender Haut (z. B. mit Haferflocken oder Aloe Vera).
- Kokosöl: Kann äußerlich auf kahle Stellen aufgetragen werden (antibakteriell und pflegend).
- Krallenpflege: Durch den Muskelabbau nutzen sich die Krallen oft nicht mehr natürlich ab.
4. Stress reduzieren
Cortisol ist das Stresshormon – daher sollten Sie zusätzliche Belastungen vermeiden:
- Vermeiden Sie laute Geräusche (z. B. Silvesterknaller, Staubsauger).
- Schaffen Sie Rückzugsorte (z. B. eine Höhle oder ein ruhiges Zimmer).
- Führen Sie neue Routinen langsam ein (z. B. Umzug, neues Familienmitglied).
- Verwenden Sie beruhigende Pheromone (z. B. Adaptil®-Diffusor).
Wann zum Tierarzt? Alarmzeichen, die sofortiges Handeln erfordern
Bei diesen Symptomen sollten Sie sofort einen Tierarzt aufsuchen – es könnte sich um eine lebensbedrohliche Komplikation handeln:
- Plötzliche Schwäche oder Zusammenbruch: Kann auf eine akute Nebenniereninsuffizienz (Addison-Krise) hindeuten, besonders wenn Ihr Hund Trilostan bekommt.
- Erbrechen und Durchfall über 24 Stunden: Dehydrierung ist bei Cushing-Hunden besonders gefährlich.
- Atemnot oder bläuliche Schleimhäute: Könnte auf eine Lungenembolie (häufige Komplikation bei Cushing) hinweisen.
- Extrem aufgeblähter Bauch mit Schmerzen: Mögliche Milz- oder Leberruptur durch die vergrößerten Organe.
- Krampfanfälle oder Bewusstseinsstörungen: Können durch einen großen Hypophysentumor ausgelöst werden.
- Cushing ist eine häufige Erkrankung bei Seniorenhunden – besonders bei kleinen Rassen wie Pudeln oder Dackeln. Die Symptome entwickeln sich schleichend und werden oft mit normalem Altern verwechselt.
- Typische Anzeichen sind vermehrter Durst, Heißhunger, ein Hängebauch und Fellveränderungen. Auch Müdigkeit, Muskelschwund und Hautprobleme können auf Cushing hindeuten.
- Die Diagnose erfolgt durch Blut- und Urintests sowie bildgebende Verfahren. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen hypophysärem (85 % der Fälle) und adrenalem Cushing (15 %).
- Die Behandlung erfolgt meist medikamentös mit Trilostan. Regelmäßige Kontrollen sind essenziell, um die Dosis anzupassen und Nebenwirkungen zu vermeiden.
- Mit angepasster Ernährung, Bewegung und Stressreduktion können Sie die Lebensqualität Ihres Hundes deutlich verbessern. Achten Sie auf Warnsignale wie Schwäche oder Atemnot – hier ist sofortiger Tierarztbesuch nötig!
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Häufige Fragen
Kann Cushing beim Hund geheilt werden?
Eine vollständige Heilung ist nur in seltenen Fällen möglich – etwa wenn ein operabler Nebennierentumor die Ursache ist. Bei den meisten Hunden (mit hypophysärem Cushing) geht es darum, die Symptome mit Medikamenten zu kontrollieren und die Lebensqualität zu erhalten. Mit der richtigen Therapie können betroffene Hunde noch 2–4 Jahre (manchmal sogar länger) mit guter Lebensqualität leben.
Wie lange kann ein Hund mit Cushing leben?
Die Prognose hängt von der Ursache und dem Zeitpunkt der Diagnose ab. Studien aus 2026 zeigen:
- Bei früh erkanntem hypophysärem Cushing: Medianes Überleben 2–3 Jahre mit Therapie.
- Bei adrenalem Cushing mit gutartigem Tumor: Medianes Überleben 1–2 Jahre nach OP.
- Ohne Behandlung: 6–12 Monate (schlechte Lebensqualität).
Wichtig ist, dass die Lebenserwartung stark von Begleiterkrankungen (z. B. Diabetes, Herzprobleme) abhängt.
Was kostet die Behandlung von Cushing?
Die Kosten setzen sich aus Diagnose, Medikamenten und Kontrollen zusammen:
- Diagnose: 200–500 € (Bluttests, Ultraschall, ggf. CT/MRT).
- Medikamente (Trilostan): 50–150 € pro Monat (abhängig von Gewicht und Dosierung).
- Kontrolluntersuchungen: 100–200 € alle 3–6 Monate (ACTH-Test, Blutbild).
- Operation (bei Nebennierentumor): 1.500–3.000 €.
- Strahlentherapie (bei Hypophysentumor): 3.000–5.000 €.
Eine Tierkrankenversicherung kann die Kosten deutlich reduzieren – allerdings übernehmen viele Versicherer keine Vorerkrankungen. Informieren Sie sich frühzeitig!
Darf ich meinem Cushing-Hund Leckerlis geben?
Ja, aber mit Bedacht. Wählen Sie kalorienarme, zuckerfreie Leckerlis und rechnen Sie diese in die Tagesration ein. Geeignet sind:
- Gefriergetrocknete Leberwürfel (in Maßen)
- Gemüsesticks (z. B. Karotten, Gurken)
- Spezielle Diät-Leckerlis für Hunde mit Stoffwechselproblemen
Vermeiden Sie:
- Fettige Snacks (z. B. Käse, Wurst)
- Süßigkeiten (auch keine "hundesicheren" Schokoladenalternativen)
- Kauknochen (können zu Verstopfung führen)
Kann ich Cushing mit Hausmitteln behandeln?
Nein. Während bestimmte Nahrungsergänzungen (z. B. Omega-3, Mariendistel) die Schulmedizin unterstützen können, gibt es keine wissenschaftlich belegte Alternative zu Medikamenten wie Trilostan. Hausmittel allein können den Cortisolspiegel nicht ausreichend senken und bergen das Risiko, dass die Erkrankung fortschreitet. Sprechen Sie immer mit Ihrem Tierarzt, bevor Sie Ergänzungen geben.
Warum müssen Cushing-Hunde so oft zum Tierarzt?
Regelmäßige Kontrollen sind essenziell, um:
- Die Medikamentendosis anzupassen (zu viel Trilostan kann eine Nebenniereninsuffizienz auslösen).
- Begleiterkrankungen früh zu erkennen (z. B. Diabetes, Harnwegsinfekte).
- Die Lebensqualität zu überwachen (z. B. durch Fragebögen zu Aktivität und Appetit).
In den ersten Monaten nach Diagnose sind Kontrollen alle 2–4 Wochen nötig. Später reichen meist halbjährliche Check-ups.
Fazit: Cushing ist managbar – mit der richtigen Unterstützung
Das Cushing-Syndrom ist eine Herausforderung – für Ihren Hund und für Sie als Besitzer. Doch mit frühzeitiger Diagnose, konsequenter Therapie und einigen Anpassungen im Alltag können betroffene Seniorenhunde noch viele glückliche Monate oder sogar Jahre verbringen. Wichtig ist, die Symptome ernst zu nehmen und nicht als "normales Altern" abzutun. Wenn Ihr Hund plötzlich mehr trinkt, einen Hängebauch entwickelt oder sein Fell sich verändert, sollten Sie unbedingt Ihren Tierarzt aufsuchen.
Die Behandlung erfordert Geduld: Die Medikamentendosis muss oft mehrmals angepasst werden, und nicht jeder Hund spricht gleich gut auf die Therapie an. Doch die Mühe lohnt sich. Viele Besitzer berichten, dass ihr Hund nach einigen Wochen der Einstellung wieder aktiver wird, weniger trinkt und sich insgesamt wohler fühlt. Mit einer angepassten Ernährung, gelenkschonender Bewegung und viel Liebe können Sie Ihrem Vierbeiner den Lebensabend so angenehm wie möglich gestalten.
Denken Sie daran: Sie sind nicht allein. Tauschen Sie sich mit anderen Hundebesitzern aus (z. B. in Online-Foren für Cushing-Hunde), und scheuen Sie sich nicht, bei Fragen oder Unsicherheiten Ihren Tierarzt zu kontaktieren. Gemeinsam können Sie Ihrem Seniorenhund ein langes, erfülltes Leben ermöglichen – trotz Cushing.